Wenig sinnvoller Mitteleinsatz an der Schule G...

Unverständlicherweise werden nach wie vor Gelder in fette und wartungsaufwändige ICT-Infrastrukturen investiert, obwohl die verlangten Serverdienste mittlerweile im Internet verfügbar sind; mit höherer Verfügbarkeit zu weit geringeren Kosten.

 

Der Gemeinderat von G hat kürzlich einen Kredit von ca. 150'000 Franken für die ICT-Infrastruktur seiner Schule bewilligt. Diese Tatsache allein ist noch nicht weiter auffällig. Setzt man hingegen diesen Betrag ins Verhältnis zur Anzahl der Schülerinnen und Schüler von gut 200, ist diese Investition beachtlich; ergibt das doch rund 750 Franken pro Schülerin oder Schüler.

Wer nun glaubt, dass in G jetzt praktisch jede Schülerin und jeder Schüler über einen Laptop verfügt, täuscht sich leider. Die PC-Dichte in G ist nicht grösser als an anderen Schulen.

In G sind die Schulklassen, wie anderorts auch, in verschiedenen Lokalitäten untergebracht. Die Projektgruppe hat nun in Zusammenarbeit mit einem externen "Fach"-Mann eine Lösung erarbeitet, die im Kern von zentralen, schuleigenen Servern für Benutzerverwaltung, Datenablage, Maildienste, Softwareaktualisierungen, Schuladministration etc. ausgeht. Damit das Konzept aufgeht wurde es aber notwendig, die verschiedenen Lokalitäten mit Glasfasern zu erschliessen.

Die Projektgruppe liess sich offensichtlich nicht davon überzeugen, dass die gewünschten Serverdienste zu keinen oder weit tieferen Kosten aus dem Internet, beispielsweise von dem von den Kantonen mitfinanzierten "Schweizerischen Bildungsserver" oder von anderen Anbietern bezogen werden könnten. Zudem würde Swisscom im Rahmen ihres Angebotes "Schulen ans Internet" sämtliche Schulhäuser kostenlos ans Internet anschliessen ....

Die Schule G hat sich mit diesem Entscheid nicht nur gegen günstigere  web-basierte Lösungen entschieden, sondern sich für die nächsten Jahre auch bedeutend höhere Unterhaltskosten eingehandelt. Muss sie doch den Unterhalt dieser "fetten Infrastruktur" selbst finanzieren. Zudem sind fette Infrastrukturen viel störungsanfälliger und die Verfügbarkeit ist mit Sicherheit deutlich geringer als bei schlanken Infrastrukturen und Services aus dem Internet (Cloude-Services).

Schade, mit diesen Steuergeldern hätten die Behörden von G bedeutend mehr für die Integration von ICT in den Unterricht, die Vor- und Nachbereitung von Unterricht, sowie in die Organisation von Unterricht und Schule tun können. Siehe auch Infrastruktur-Modell ....